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Von ·Veröffentlicht am ·2 Min. Lesezeit
Ray-Ban Smart Glasses

Meta bereitet Gesichtserkennung für smarte Brillen vor

Meta arbeitet Berichten zufolge daran, seine Ray-Ban-Smart-Glasses mit Gesichtserkennung auszustatten, und greift damit eine Idee wieder auf, die das Unternehmen wegen Datenschutzbedenken zuvor fallen gelassen hatte. Die geplante Funktion, intern „Name Tag“ genannt, könnte Trägern ermöglichen, Menschen in ihrem Blickfeld zu identifizieren – die Informationen liefert Metas integrierter KI-Assistent.

Ray-Ban Smart Glasses

Was „Name Tag“ könnte

Berichten auf Basis interner Dokumente zufolge würde die Funktion Name Tag die Kameras der Brille und KI auf dem Gerät nutzen, um ein Gesicht zu erkennen, und dann Metas Assistenten einen Namen und grundlegende Angaben anzeigen lassen. Die Kernfrage für das Unternehmen ist die Reichweite: Erkennt das System nur Personen, die Sie bereits aus Ihren Kontakten kennen, oder auch jeden, der mit einem Referenzbild eingewilligt hat? Diese Entscheidung bestimmt, ob die Funktion als hilfreiche Gedächtnisstütze oder als Werkzeug zum Identifizieren Fremder wahrgenommen wird.

Nutzen und Risiken abwägen

Gesichtserkennung in Wearables bringt erhebliche datenschutzrechtliche und rechtliche Herausforderungen mit sich. Datenschützer warnen, dass solche Werkzeuge es normalisieren, Menschen ohne ihr Wissen zu identifizieren – besonders im öffentlichen Raum, wo die Einwilligung unklar ist. Meta hatte sein Gesichtserkennungssystem zum Markieren von Personen auf Fotos in seinen sozialen Netzwerken bereits abgeschaltet, unter anderem wegen dieser Bedenken.

Gleichzeitig argumentieren Befürworter, es könne sinnvolle Anwendungen geben – etwa um blinden oder sehbehinderten Menschen zu helfen, Familie und Freunde zu erkennen. Kritiker geben jedoch zu bedenken, dass selbst gut gemeinte Funktionen für Profilbildung, Überwachung oder Belästigung missbraucht werden können, wenn sie nicht sorgfältig kontrolliert werden.

Wie es weitergeht

Meta hat noch nicht angekündigt, ob und wann Name Tag erscheint, doch interne Diskussionen deuten darauf hin, dass das Unternehmen sowohl die Vorteile als auch mögliche Gegenreaktionen dieser Technologie abwägt. Wichtige Fragen zu Einwilligungsverfahren, Datenverarbeitung und zur Speicherung und Nutzung identifizierbarer Informationen sind weiterhin offen.

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